Atemberaubende Technik und überwältigende Musikalität waren die besonderen Merkmale des Konzerts im Wintergarten der Festhalle. Die aus Moskau stammende Künstlerin kam mit ihrem deutschen Partner, dem Pianisten Lothar Freund, direkt von den Konzerten in Eutin, Hamburg und Frankfurt nach Zweibrücken. Sie hatte ihr Zupfinstrument, die Domra, und ein Programm mitgebracht, in dem sie für Klassikfreunde recht bekannte Kompositionen mit europäischer, aber auch russischer Musik kombinierte. Die Zuhörer erlebten ein perfektes Zusammenspiel von ungerheurer Präzision und konnten nur staunen, mit welcher Geschwindigkeit sie ihr Instrument beherrschte. Bei einigen Stücken war kaum mit den Augen zu verfolgen, was sich da ereignete. Zusammen mit Lothar Freund brannte die sympathische junge Instrumentalistin die längst zur Weltspitze gehört, eine Art musikalisches Feuerwerk ab, das man nicht so schnell vergessen wird. Dabei waren sowohl Originalkompositionen als auch Arrangements und Transkriptionen von Werken zu hören, die für ganz andere Besetzungen entstanden sind, ohne daß man dies als Bruch empfand. Lothar Freund war der deckungsgleich angepasste Partner. Paganinis “Karneval in Venedig” bildete in einer virtuos ausgereizten und musikalisch fast intimer Einheit gekennzeichneten Wiedergabe den mit nicht enden wollenden Applaus bedachten Abschluss dieses Abends. Danach entlockten die begeisterten Besucher diesem vorzüglichen Paar der Kammermusik noch eine Zugabe.
Gorbatschow und Freund
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Virtuose Balalaikamusik aus drei Jahrhunderten Main-Echo 17.Februar 2014 Heinz Linduschka Manchmal muss man auch scheinbar abgegriffene Formulierungen bemühen, wenn man ein Konzert angemessen besprechen will. Der Beweis: Man kommt um Begriffe wie „standing ovations“ und „Jubelstürme“ einfach nicht herum, wenn man dem Auftritt des russischen Balaleikavirtuosen Andrei Gorbatschow und des Pianisten Lothar Freund im Alten Rathaus Miltenberg gerecht werden will. 90 Minuten lang boten die beiden, die seit 13 Jahren unzählige Konzerte in aller Welt zelebriert haben und sich längst blind verstehen, ein Feuerwerk musikalischer Virtuosität, überschäumender Spielfreude und ausdrucksstarker Demonstration musikalischer Qualitäten. Das Konzert mit Kompositionen aus drei Jahrhunderten stellte – für viele Zuhörer sicher verblüffend – die dreiseitige Balaleika als ein ganz selbstständiges Instrument vor, das mit schwammigen Folklorevorstellungen überhaupt nichts mehr zu tun hatte, sondern im kongenialen Zusammenspiel mit einem Pianisten der Extraklasse Musik von höchster Qualität und mitreißendem Temperament ins Alte Rathaus zauberte.
Andrei Gorbatschow - Balalaika
Lothar Freund - Klavier